Faraz Shariat mit Heiner-Carow-Preis ausgezeichnet
Für seinen zweiten Kinospielfilm, den Justizthriller STAATSSCHUTZ gewann Regisseur Faraz Shariat im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin den mit 5.000 Euro dotierten Heiner-Carow-Preis der DEFA-Stiftung.
„Faraz Shariat gelingt mit Staatsschutz ein Justiz-Thriller, der die Unterwanderung rechtsstaatlicher Einrichtungen durch menschenverachtendes und rassistisches Gedankengut entlarvt. Entgegen bekannten Figurenentwürfen zeichnet der Film eine deutsch-koreanische Staatsanwältin, die selbstermächtigt und proaktiv die Strukturen, die sie einst für selbstverständlich nahm, hinterfragt und schließlich nonkonform umgeht. Shariat zeigt das Dilemma juristischer Neutralität auf. Ein humanistischer Appell zur Selbstbefragung und ein mutiges Plädoyer für eine wehrhafte Demokratie, bevor Schweigen tödlich endet.“ heißt es in der Begründung der diesjährigen Jury um Şafak Şengül (Schauspielerin), Maren Liese (DEFA-Stiftung) und Jan Soldat (Regisseur).
Nominiert waren neun Regisseurinnen und Regisseure, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und ihren ersten oder zweiten Langfilm auf der Berlinale präsentierten. Die Preisübergabe erfolgte am 21. Februar 2026 im Grand Hyatt Hotel Berlin im Rahmen der Preisverleihung der unabhängigen Jurys.
Die DEFA-Stiftung gratuliert Faraz Shariat herzlich zur Auszeichnung!
Am Sonntag, 8. März 2026, um 20:00 Uhr wird STAATSSCHUTZ in der Veranstaltungsreihe „Berlinale Spotlight“ in Anwesenheit von Faraz Shariat im Filmmuseum Potsdam präsentiert. Der offizielle Kinostart ist für September 2026 geplant.

Şafak Şengül gratuliert Faraz Shariat zur Auszeichnung. Foto: Ali Ghandtschi / Berlinale 2026

Jorgo Narjes, Paulina Lorenz, Lotta Kilian, Claudia Schaefer, Faraz Shariat, Chen Emilie Yan und Şafak Şengül während der Preisverleihung. Foto: Ali Ghandtschi / Berlinale 2026