Förderpreis bei DOK Leipzig an Florian Baron für STRESS vergeben

Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis der DEFA-Stiftung wurde im Rahmen des 61. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm am 3. November vergeben.

Die Auszeichnung erhielt Regisseur Florian Baron für seinen Dokumentarfilm STRESS  (2018).

Jurybegründung:

Der Krieg, sagt der Schriftsteller Martin Kessel, hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer. Im Film heißen sie Joe und Torrie, Mike, James und Justin. Heimgekehrt aus Afghanistan. Äußerlich unversehrt. Innerlich voller Wunden.
In STRESS berichten sie von ihren Erfahrungen, ihren Traumata. Der permanenten Anspannung, die nicht weichen will. Auch zu Hause, im vermeintlichen Frieden, bleiben Körper und Geist im Kriegszustand. Kamera und Ton begleiten die Erzählungen mit Bildern aus dem Alltag. Das gewöhnliche Pennsylvania, die Frauen, Eltern, Kinder. Entschleunigte Gegenwart, in der die aufgewühlte Seele dennoch niemals Ruhe findet.
22 Veteranen nehmen sich täglich in den USA das Leben. Auch einer der Porträtierten ist darunter. Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem die Beteiligten heimgekehrt sind, holt er sich seine Opfer.

Mitglieder der Jury waren Brigitte Mayr, Helene Hegemann und Ralf Schenk.

Die DEFA-Stiftung gratuliert herzlich zur Auszeichnung!

Weitere Preisträger finden Sie auf der Seite des Festivals: www.dok-leipzig.de 

Florian Baron

Florian Baron, Fotografin: Susann Jehnichen

Jury und Florian Baron

Ralf Schenk, Brigitte Mayr, Helene Hegemann und Florian Baron, Fotografin: Susann Jehnichen

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