Lebenswerk-Preis für Annekathrin Bürger
Die Schauspielerin Annekathrin Bürger wird mit dem Preis der DEFA-Stiftung für ihr künstlerisches Lebenswerk ausgezeichnet. Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung wird im Rahmen einer feierlichen Preisgala am 2. Oktober in der Akademie der Künste in Berlin verliehen.
„Mit der Vergabe des Preises für das Lebenswerk würdigen wir eine herausragende Künstlerpersönlichkeit, die Haltung und Kunst auf einzigartige Weise verbindet“, betont Stefanie Eckert, Vorstand der DEFA-Stiftung.
Annekathrin Bürger (* 1937 in Berlin) prägte das deutsche Kino und Fernsehen über Jahrzehnte hinweg mit ihrer Wandlungsfähigkeit. Einem breiten Publikum wurde sie bereits in ihren frühen Rollen bekannt: als angehende Verkäuferin Uschi im Klassiker EINE BERLINER ROMANZE, als Kunststudentin Sonja in VERWIRRUNG DER LIEBE oder als Vera im Filmdrama DAS ZWEITE GLEIS.
Zu ihren größten künstlerischen Erfolgen zählt die Rolle der Magdalena in Frank Beyers KÖNIGSKINDER an der Seite von Armin Mueller-Stahl. Neben Genreklassikern wie TÖDLICHER IRRTUM oder TECUMSEH, die Millionen Zuschauer erreichten, bewies sie in der Spionagekomödie MIT MIR NICHT, MADAM! auch ihr komödiantisches Talent. In den 1970er-Jahren glänzte sie als Hauptdarstellerin in den Regiearbeiten ihres Ehemanns Rolf Römer, darunter HE DU! und HOSTESS.
Neben ihrer Filmkarriere zeichnet sich Annekathrin Bürger durch ihr außergewöhnliches gesellschaftspolitisches Engagement aus. In den 1970er-Jahren setzte sie sich erfolgreich für den Erhalt des Gründerzeitmuseums von Charlotte von Mahlsdorf und die barocke Fassade der Großen Meißner Gasse 15 in Dresden ein. Am 4. November 1989 sang sie auf der historischen Großdemonstration auf dem Berliner Alexanderplatz. In den 1990er-Jahren engagierte sie sich gemeinsam mit Rolf Römer intensiv für russische Waisenkinder.
Im Rahmen ihrer jährlichen Preisverleihung vergibt die DEFA-Stiftung Auszeichnungen im Gesamtwert von 40.000 Euro. Neben dem Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk verleiht die DEFA-Stiftung einen Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film (10.000 Euro), einen Förderpreis für junges Kino (5.000 Euro) sowie drei Programmpreise (je 5.000 Euro). Diese Preisträger werden am Tag der Preisverleihung bekanntgegeben.


