Stoppt die Kürzungen beim Filmerbe!
Die DEFA-Stiftung setzt mit ihren Partnern im Deutschen Kinematheksverbund ein deutliches Zeichen gegen die Mittelkürzungen im Förderprogramm Filmerbe. Ohne eine verlässliche Finanzierung drohen Filmwerke zu verschwinden! Um diesen Kahlschlag zu verhindern, haben wir einen Appell formuliert. Nutzen Sie die untenstehende Vorlage, um sich direkt an die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene zu wenden und den Erhalt unseres filmischen Erbes einzufordern.
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großer Sorge nehmen wir die jüngsten Pläne und Entscheidungen bezüglich der Kürzung von Fördermitteln und das Auslaufen des Förderprogramms Filmerbe zur Kenntnis.
Das Filmerbe ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres kulturellen Gedächtnisses und ein Spiegel der deutschen Geschichte. Die Digitalisierung, Restaurierung und Archivierung dieser Werke ist keine nachrangige Aufgabe, sondern eine akute Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen und der internationalen Filmkultur. Die Sicherung dieser wertvollen Bestände ist ein Wettlauf gegen die Zeit und den physischen Verfall des Materials.
Die beschlossenen Kürzungen und das Auslaufen des Programms 2028 drohen, die bisherigen Erfolge des Programms signifikant zu gefährden und bereits begonnene oder geplante Projekte massiv zu verlangsamen oder gar zum Scheitern zu bringen. Die negativen Konsequenzen umfassen unter anderem:
- Reduzierung von Digitalisierungen: Die dringend notwendige Überführung analoger Schätze in digitale Formate wird verzögert oder gestoppt, wodurch kulturelles Erbe dem Verfall preisgegeben wird.
- Verlust von Fachwissen und Infrastruktur: Die Unsicherheit in der Finanzierung gefährdet die spezialisierten Arbeitsplätze und die technische Infrastruktur, die für die hochkomplexen Restaurierungsarbeiten erforderlich sind.
- Einschränkung des kulturellen Zugangs: Wenn das Filmerbe nicht mehr zugänglich gemacht wird, verliert die Öffentlichkeit den Blick auf einen wichtigen Teil der Kultur- und Zeitgeschichte.
Wir bitten Sie eindringlich, die getroffenen Kürzungsentscheidungen im Bereich des Filmerbes zu überdenken und rückgängig zu machen. Nur eine verlässliche und auskömmliche finanzielle Ausstattung des Förderprogramms und eine Fortsetzung über das Jahr 2028 hinaus gewährleistet, dass wir unsere Verantwortung für diesen kulturellen Schatz wahrnehmen können. Filme, die nicht mehr gesehen werden und über die nicht mehr kommuniziert wird, sind ein totes Erbe. Das Förderprogramm muss in vollem finanziellem Umfang fortgesetzt werden.
Mit freundlichen Grüßen
[Ihr Name]
Verschicken Sie den Appell an:
Das Kulturministerium Ihres Bundeslandes:
- Berlin: An die Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Frau Sarah Wedl-Wilson
- Brandenburg: An die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Frau Dr. Manja Schüle
- Mecklenburg-Vorpommern: An die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Frau Bettina Martin
- Sachsen-Anhalt: An den Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Rainer Robra
- Sachsen: An die Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Frau Barbara Klepsch
- Thüringen: An den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Herr Christian Tischner
- Baden-Württemberg: An die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Frau Petra Olschowski
- Bayern: An den Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Herr Markus Blume
- Bremen: An den Senator für Kultur, Herr Andreas Bovenschulte
- Hamburg: An den Senator der Behörde für Kultur und Medien, Herr Dr. Carsten Brosda
- Hessen: An den Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Herr Timon Gremmels
- Niedersachsen: An den Minister für Wissenschaft und Kultur, Herr Falko Mohrs
- Nordrhein-Westfahlen: An die Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Frau Ina Brandes
- Rheinland-Pfalz: An die Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration, Frau Katharina Binz
- Saarland: An die Ministerin für Bildung und Kultur, Frau Christine Streichert-Clivo
- Schleswig-Holstein: An die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, Frau Dr. Dorit Stenke