Dokumentarfilm - Festival Leipzig

Filme und Politik im Blick und Gegenblick

Heidi Martini
686 Seiten, 62 Abbildungen
Paperback, 14,8 x 21 cm
Preis: 5,00 Euro zzgl. Versandkosten
ISBN: 978-3-00-022950-3

Zu beziehen über info@defa-stiftung.de

Das Buch

Dieser vorliegende Band betrachtet die letzten fünf Dekaden des facettenreichen Leipziger Festivals voller unvergleichlicher Wandlungen, eigene und die seines Umfeldes, kultureller und politischer Art in seiner Widersprüchlichkeit und Besonderheit und schildert in Moment-aufnahmen die Festivalgeschichte von der „Dokwoche“ zu „DOK Leipzig“.

Blick und Gegenblick – einerseits das Festival als ein Ort der Begegnung und Kommunikation, der Gegeninformation und Solidarität für die „Dritte Welt“, andererseits die Instrumentalisierung des Festivals für staatseigen politische Ziele, aufgrund seines politischen Charakters und seines Hauptakteurs, dem Dokumentarfilm als Gesellschaftskritiker und vermeintlichem Künder der Wahrheit. Heute stehen sich das Erbe dieses traditionsreichen Festivals und die Visionen und Innovationen einer neuen Generation gegenüber.

Die „Dokwoche“ kämpfte für den Frieden und die Würde des Menschen und bezog Position zu aktuellen Zeitumständen. Die ureigene Stärke des Festivals, seine politische Eigenständigkeit ermöglichte nach den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen 1989 ein Überleben des Festivals. Wie wird dieses Erbe heute in Leipzig erkannt und angenommen, wie diese politische Eigenständigkeit bewahrt, gibt es das Selbstverständnis als politisches Festival noch?

Leseproben:

Die Autorin

Heidi Martini ist Historikerin und Medienwissenschaftlerin. Sie studierte an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover und dem Institut für Journalistik und Kommunikations-forschung der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die deutsch-deutsche sowie Filmgeschichte. Der hier vorliegende Band ist ihre bei Prof. Dr. Irmgard Wilharm geschriebene und 2007 eingereichte Dissertation.

Rezensionen

Volker Baer in film-dienst, Nr. 11, 22.5.2008: 
"Akribisch nimmt sich Heidi Martini der Geschichte des Dokumentarfilm-Festivals Leipzig mit all seinen Windungen und Verstrickungen an. Mit Hilfe vieler Interviews mit Zeitzeugen aus Ost und West, mit Zitaten aus Zeitungen und Verlautbarungen staatlicher Organe zeichnet sie ein umfassendes Bild der Dokumentarfilmwoche. (...) 
Die Autorin schildert all dies mit wissenschaftlicher Nüchternheit, wobei sie den Vorteil der geografischen und zeitlichen Distanz für sich in Anspruch nehmen kann. Das unmittelbare Moment der ostwestlichen Spannungen und der menschlichen Begegnungen über die Zonengrenze hinweg kann und will eine wissenschaftliche Untersuchung allerdings nicht vermitteln."

Günter Agde auf H/SOZ/KULT  (27.1.2009)

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