Heiner-Carow-Preis 2026
Faraz Shariat für STAATSSCHUTZ
Faraz Shariat
wird von Şafak Şengül beglückwünscht. Foto: Ali Ghandtschi / Berlinale 2026
Der mit 5.000 Euro dotierte Heiner-Carow-Preis der DEFA-Stiftung ging im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin Faraz Shariat für seinen Justizthriller STAATSSCHUTZ aus der Sektion „Panorama“.
„Faraz Shariat gelingt mit Staatsschutz ein Justiz-Thriller, der die Unterwanderung rechtsstaatlicher Einrichtungen durch menschenverachtendes und rassistisches Gedankengut entlarvt. Entgegen bekannten Figurenentwürfen zeichnet der Film eine deutsch-koreanische Staatsanwältin, die selbstermächtigt und proaktiv die Strukturen, die sie einst für selbstverständlich nahm, hinterfragt und schließlich nonkonform umgeht. Shariat zeigt das Dilemma juristischer Neutralität auf. Ein humanistischer Appell zur Selbstbefragung und ein mutiges Plädoyer für eine wehrhafte Demokratie, bevor Schweigen tödlich endet.“ heißt es in der Jurybegründung von Şafak Şengül (Schauspielerin), Maren Liese (DEFA-Stiftung) und Jan Soldat (Regisseur). Nominiert waren neun Regisseurinnen und Regisseure, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und ihren ersten oder zweiten Langfilm auf der Berlinale präsentierten.
Die Preisübergabe erfolgte am 21. Februar 2026 im Grand Hyatt Hotel Berlin im Rahmen der Preisverleihung der unabhängigen Jurys.
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