DEFA-Chronik für das Jahr 1986
1986 beteiligt sich die DEFA an folgenden erstmaligen DDR-Filmwochen im Ausland:
- im März: in Caracas (Venezuela) an der DDR-Filmwoche
- im März: an den DDR-Filmtagen in Oslo und Bergen (Norwegen)
- im Oktober: in Pjöngjang (Nordkorea) an der Filmwoche der DDR
Spiegelbildlich finden Filmwochen anderer Länder in der DDR statt. Darüber hinaus nehmen DEFA-Filmschaffende international an diversen Filmwochen und Festivals teil.
(Neue Zeit, 5. April 1986, S. 4; FBJ, 1986, S. 464; ND, 3. April 1986, S. 4; FBJ, 1986, S. 465; Neue Zeit, 18. Oktober 1986, S. 2)
Januar 1986
16. Januar
Roland Gräfs DEFA-Spielfilm DAS HAUS AM FLUSS, entstanden nach Friedrich Wolfs Erzählung „Der Russenpelz“, feiert seine Premiere. Das Werk thematisiert die schleichenden Auswirkungen des Krieges auf eine vermeintlich unpolitische Familie in der Provinz. Der Film besticht als ästhetische Einheit aus Buch, Regie, Kamera, Musik und Schnitt. In den Hauptrollen überzeugen Katrin Sass, Sylvester Groth und Jutta Wachowiak. Die Produktion wird in der Folgezeit mit mehreren Preisen gewürdigt.
(Filmbibliografischer Jahresbericht 1985, Staatliches Filmarchiv der DDR, S. 23f; Film und Fernsehen, 2/1986, S. 17-18; Podium und Werkstatt der VFF, 30/31, 1988, S. 3-12; Das Haus am Fluss. In: Ingrid Poss, Peter Warnecke (Hg): Die Spur der Filme, Zeitzeugen über die DEFA, Ch. Links Verlag, 2. Auflage, Berlin 2006, S. 420f)
März 1986
Auf dem Internationalen Festival des ethnografischen und soziologischen Films im Centre Pompidou in Paris wird dem Dokumentarfilmschaffen Jürgen Böttchers eine umfangreiche Retrospektive gewidmet. Böttcher gehört zudem der Jury des Festivals an, bei dem 61 Kurzfilme aus 27 Ländern präsentiert werden. Das internationale Interesse an seinem Werk spiegelt sich in zahlreichen weiteren Werkschauen dieses Jahres wider: Eine Auswahl seiner Filme – darunter Klassiker wie MARTHA (1978), RANGIERER (1984) und KURZER BESUCH BEI HERMANN GLÖCKNER (1984) sowie VENUS NACH GIORGIONE (1981) und FRAU AM KLAVICHORD (1981) – wird im Januar in den Niederlanden, im März im Kulturzentrum der DDR in Paris sowie im November in Hamburg, Lübeck und Kiel gezeigt.
(ND, 13. März 1986, S. 7; Neue Zeit, 5. März 1986, S. 4; FBJ, 1986, S. 463, 468)
1. März
Wolfgang Harkenthal, Direktor des VEB Progress Film-Verleih, weist die Bezirksfilmdirektoren an, eine Reihe von DEFA-Produktionen aus dem Spielbetrieb zu nehmen. Die Anweisung sieht vor, die vorhandenen Kopien „schnellstmöglich der Altpapierverwertung zuzuführen“, da deren staatliche Zulassungen aufgehoben wurden. Von dieser Maßnahme sind ausnahmslos Filme betroffen, in denen Schauspieler mitwirken, die die DDR verlassen haben. Zu den gesperrten Titeln gehören unter anderem Produktionen mit Manfred Krug, Armin Mueller-Stahl, Winfried Glatzeder, Renate Krößner sowie Eva-Maria und Nina Hagen – darunter Filme wie MEINE FREUNDIN SYBILLE (R: Wolfgang Luderer, 1967), HOSTESS (Rolf Römer, 1975), NELKEN IN ASPIK (R: Günter Reisch, 1976), FEUER UNTER DECK (R: Herrmann Zschoche, 1977) und ZÜND AN, ES KOMMT DIE FEUERWEHR (R: Rainer Simon, 1978).
Ein Sonderstatus wird künstlerisch besonders wertvollen Filmen eingeräumt, in denen ebenfalls „Abtrünnige“ zu sehen sind: Werke wie DER FALL GLEIWITZ (R: Gerhard Klein, 1961, mit Hilmar Thate), EFFI BRIEST (R: Wolfgang Luderer, 1970, mit Angelica Domröse) oder KÖNIGSKINDER (R: Frank Beyer, 1962, mit Armin Mueller-Stahl) werden zwar nicht gänzlich vernichtet, sind jedoch künftig nur noch über das Staatliche Filmarchiv für spezielle Vorführungen zu beziehen.
(Ralf Schenk: Eine kleine Geschichte der DEFA. Daten, Dokumente, Erinnerungen. DEFA-Stiftung 2006, S. 233)
14. März
Die Heinrich-Greif-Preise des Jahres 1986 werden verliehen.
- An Regisseur Rainer Simon und Kameramann Roland Dressel für den DEFA-Spielfilm DIE FRAU UND DER FREMDE.
- An den Regisseur Eduard Schreiber und den Dramaturgen Richard Ritterbusch für die Dokumentarfilme RADNÓTI (1984) und WISSEN SIE NICHT, WO HERR KISCH IST? (1985).
- An die Schnittmeisterin Christel Gass.
- An den Redakteur Wolfgang Schwarze für seine Leistungen als Dramaturg und Mitautor von Dokumentarfilmen.
- An den Chefdramaturgen im DEFA-Studio für Trickfilme Hans Grümmer.
- An den Synchronregisseur im DEFA-Studio für Synchronisation Wolfgang Thal für die Synchronregie des sowjetischen Films GESPRÄCH OHNE ZEUGEN (OT: BES SWIDETELEJ, R: Nikita Michalkow, 1983).
(ND, 15. März 1986, S. 4; Sonntag, Berlin, 12/1986; Informationsbulletin des VFF, 5/1986)
April 1986
11. April
Im Berliner Kino International wird der DEFA-Spielfilm BLONDER TANGO (R: Lothar Warneke) uraufgeführt. Das Drehbuch entwickelte Warneke anhand des gleichnamigem Romans des chilenischen Autors Omar Saavedra Santis. Das Werk thematisiert das Schicksal chilenischer Emigranten in der DDR und konzentriert sich auf die Geschichte des jungen Rogelio (gespielt von Alejandro Quintana), der nach dem Militärputsch in seiner Heimat in der DDR Zuflucht findet. Anstatt eines plakativen Solidaritätsfilms inszeniert Warneke ein psychologisch feinfühliges Porträt über Fremdheit, kulturelle Identität und die schmerzhafte Sehnsucht nach der Ferne. Rogelio schwankt zwischen der Dankbarkeit für das Asyl und der emotionalen Isolation in einer ihm oft unterkühlt erscheinenden deutschen Alltagswelt. Die Kamera von Thomas Plenert fängt diese Stimmung in atmosphärischen Bildern ein. Die Filmmusik wurde von Gerhard Rosenfeld und Roberto Rivera geschaffen und prägt die melancholische Grundstimmung des Werkes.
Die Premiere fällt in eine Zeit, in der die DEFA verstärkt versucht, auch komplexe Fragen der Integration und der individuellen Freiheit zu thematisieren. BLONDER TANGO wird von der Kritik als einer der wichtigsten Filme des Jahres gewürdigt, da er die offizielle Doktrin der „Völkerfreundschaft“ durch eine zutiefst menschliche Perspektive ergänzt. Für seine darstellerische Leistung wird Alejandro Quintana auf dem Nationalen Spielfilmfestival ausgezeichnet.
(Film und Fernsehen, 5/1986, S. 2-3; Podium und Werkstatt des VFF, 30/31, 1988, S. 27-45; Filmspiegel, 5/1986, S. 24-26)
Mai 1986
6. Mai
Im Zuge der Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten unterzeichnen der stellvertretende Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, Kurt Nier, und der Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR, Dr. Hans Otto Bräutigam, in Berlin ein wegweisendes Kulturabkommen. Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit auf den Gebieten Kultur, Kunst, Bildung und Wissenschaft sowie weiteren verwandten Bereichen und schafft damit eine formelle Grundlage für den künftigen deutsch-deutschen Austausch.
(ND, 7. Mai 1986, S. 1)
6. Mai
In der UN-Repräsentanz im Wiener Palais Wittgenstein findet anlässlich eines Treffens der Gruppe „Generale für Frieden und Abrüstung“ die Premiere des Dokumentarfilms DIE GENERALE statt. Unter der Regie von Walter Heynowski und Gerhard Scheumann entstand das Werk in zweieinhalbjähriger Arbeit als internationale Koproduktion zwischen Partnern aus London, Amsterdam, Athen und der Werkstatt H&S. Die Dreharbeiten fielen in die Zeit der Stationierung von Mittelstreckenraketen in Mitteleuropa und den damit verbundenen Widerstand der Friedensbewegung.
Der Film porträtiert acht ehemalige hohe NATO-Militärs, darunter General Gert Bastian (BRD), Marschall Francisco da Costa Gomes (Portugal) und General Nino Pasti (Italien). Er zeichnet ihre unterschiedlichen Lebenswege nach, die sie im Zweiten Weltkrieg oder in Unabhängigkeitskriegen in höchste Kommandoebenen bis hin zum Staatsoberhaupt führten. Als gemeinsame Lebensbilanz eint sie nun das Engagement in der 1981 gegründeten Gruppe „Generale für Frieden und Abrüstung“, die sich als Koalition der Vernunft gegen das nukleare Wettrüsten wendet.
DIE GENERALE erweist sich als Werk von internationaler politischer Brisanz und gilt als der letzte große Film im typischen Stil der Werkstatt H&S. Auf der 30. Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche wird der Zweiteiler im Jahr 1986 mit einer Goldenen Taube ehrenhalber ausgezeichnet.
(Filmbibliografischer Jahresbericht 1986, Staatliches Filmarchiv der DDR, S. 69f; Filmspiegel, 19/1986, S. 8-9, 21/1986, S. 2, 3; FBJ, 1986, S. 445; ND, 7. Mai 1986, S. 5)
15. Mai
Auf der Festveranstaltung zum 40-jährigen Jubiläum der DEFA im Berliner Kino Kosmos wird der Dokumentarfilm DEFA: WURZELN von Günter Jordan und Christian Mückenberger uraufgeführt. Das Werk beleuchtet die Gründungsphase des Studios und thematisiert dabei auch jene Persönlichkeiten der ersten Stunde, die aufgrund ihrer späteren Ausreise aus der DDR in der offiziellen Geschichtsschreibung bisher verschwiegen wurden. Durch die namentliche Nennung und Würdigung dieser Gründungsväter und -mütter leistet der Film einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der eigenen Institutionsgeschichte.
(Filmbibliografischer Jahresbericht 1986, Staatliches Filmarchiv der DDR, S. 50, Filmspiegel, 10/1986, S. 3, 6-7, 10-11, 24-25, 12/1986, S. 6-7; Film und Fernsehen, 4/1986, S. 8-10, 20-21, 8/1986, S. 8-12; ND, 16. Mai 1986, S. 4)
Juni 1986
12. Juni
Der US-amerikanische Sänger und Schauspieler Dean Reed nimmt sich aufgrund privater Probleme das Leben. Seit 1972 lebte Reed, der zuletzt mit der Schauspielerin Renate Blume verheiratet war, in der DDR. Als politisch engagierter Künstler setzt er sich weltweit für nationale Befreiungsbewegungen ein und gibt Solidaritätskonzerte in Nahost sowie in Nord- und Südamerika.
Innerhalb von sechs Jahren wirkt er in der DDR in sechs Filmproduktionen mit. Zu seinen bedeutendsten Hauptrollen bei der DEFA zählen die Literaturverfilmung AUS DEM LEBEN EINES TAUGENICHTS (R: Celino Bleiweiß, 1973) sowie der Western BLUTSBRÜDER (R: Werner W. Wallroth, 1975). Bei SING, COWBOY, SING (1981) führte er auch selbst Regie. Für das Fernsehen der DDR entstand zudem EL CANTOR, ein Werk über die letzten Monate im Leben von Víctor Jara.
(ND, 18. Juni 1986, S. 2; 20. Juni 1986, S. 4; Filmspiegel, 14/1986, S. 27)
September 1986
16. September
Der DEFA-Spielfilm SO VIELE TRÄUME von Regisseur Heiner Carow feiert seine Premiere. Nach seinem 1979 viel diskutierten und bei den Filmfunktionären umstrittenen Werk BIS DASS DER TOD EUCH SCHEIDET (1978) legt Carow damit nach sieben Jahren wieder eine neue Regiearbeit vor. Der Film stellt die existenzielle menschliche Frage, ob eine Mutter ihr Kind verlassen darf, wobei die Inszenierung bewusst darauf verzichtet, sich zum Richter über die Hauptfigur aufzuschwingen. Trotz der ausgezeichneten Besetzung mit Jutta Wachowiak bleibt die Resonanz des Publikums verhalten. Dagmar Manzel überzeugt in ihrer ersten großen Kinohauptrolle.
(Filmbibliografischer Jahresbericht 1986, Staatliches Filmarchiv der DDR, S. 23f; Film und Fernsehen, 11/1986, S. 17-18, 18/1986, S. 11; Podium und Werkstatt des VFF, 30/31, 1988, S. 64-77; ND, 18. September 1986, S. 6; Elke Schieber: Anfang vom Ende oder Kontinuität des Argwohns 1980 bis 1989. In: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. Potsdam 1994, S. 313; Ralf Schenk: Eine kleine Geschichte der DEFA. Daten, Dokumente, Erinnerungen. DEFA-Stiftung 2006, S. 236)
Oktober 1986
6. Oktober
Die Nationalpreise für Kunst und Literatur des Jahres 1986 werden verliehen.
- I. Klasse: An den Schauspieler Erwin Geschonneck für seine überragende künstlerische Leistung in Film- und Fernsehproduktionen.
- II. Klasse: An den Regisseur Roland Gräf für seine maßstabsetzenden Leistungen im DEFA-Studio für Spielfilme.
- II. Klasse: An den Schauspieler Herbert Köfer für seine darstellerischen Leistungen, für die er sich den Ruf eines Volksschauspielers erworben hat.
(Filmspiegel, 22/1986, S. 2; ND, 7. Oktober 1986, S. 3)
20. Oktober
Die Akademie der Künste verleiht erstmalig den Konrad-Wolf-Preis. In diesem Jahr werden die Dokumentarfilmregisseure Walter Heynowski und Gerhard Scheumann für ihr international geachtetes Wirken geehrt. Die Auszeichnung wird fortan jährlich bis zum Ende der DDR und über das Jahr 1990 hinaus von der Akademie vergeben. Nachdem das Studio H&S im Jahr 1982 auf Veranlassung der Abteilung Agitation des ZK der SED aufgelöst und die Filmemacher öffentlich diskreditiert wurden, setzt diese Preisverleihung ein deutliches Zeichen. Die Ehrung verdeutlicht, dass die dogmatischen Kräfte innerhalb des Staatsapparates an uneingeschränktem Einfluss verlieren.
(Informationsbulletin des VFF, 12/1986, S. 19; Filmspiegel, 23/1986, S. 2; ND, 21. Oktober 1986, S. 7)
November 1986
18. November
Prof. Dr. Lothar Bisky wird als neuer Rektor der HFF „Konrad Wolf“ in sein Amt eingeführt. Bisky war seit 1980 als ordentlicher Professor für Kulturtheorie an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften tätig und verantwortete zuvor am Zentralinstitut für Jugendforschung den Bereich Massenkommunikation und Kunst. Er folgt auf Prof. Dr. Konrad Schwalbe, der das Amt über fünf Amtsperioden hinweg ausübte und der Hochschule künftig in anderer Funktion verbunden bleibt.
(Informationsbulletin des VFF, 1/1987, S. 14; BFF, 8/1987, S. 5-14; Filmspiegel, 6/1988, S. 26-27)
20. November
Im Berliner Kino International feiert die DEFA-Komödie FAHRSCHULE (R: Bernhard Stephan) ihre Uraufführung. Der in Dresden spielende Film erzählt auf humorvolle Weise vom plötzlichen Automobil-Segen der Familie Steinköhler. Bernhard Stephan gelingt eine leichte, aber treffsichere Alltagskomödie, die ironische Schlaglichter auf die DDR-Mangelwirtschaft und die Tücken des Fahrschulwesens wirft. Die Filmkritik loben insbesondere die darstellerischen Leistungen und die pointierten Dialoge. Der Film entwickelt sich schnell zu einem Publikumserfolg und zeigt Jörg Gudzuhn als herausragenden Schauspieler im komödiantischen Fach.
(Filmspiegel, 14/1986, S. 4-7; Film und Fernsehen, 3/1987, S. 28-29; Podium und Werkstatt des VFF, 30/31, 1988, S. 78-81)
24. – 28. November
In Paris findet die Generalversammlung des CILECT (Centre International de Liaison des Écoles de Cinéma et de Télévision) statt. Prof. Dr. Lothar Bisky, Rektor der HFF „Konrad Wolf“, wird dabei zum Schatzmeister dieser internationalen Vereinigung der Film- und Fernsehhochschulen gewählt.
(Informationsbulletin des VFF der DDR, 1/1987, S. 14)
Dezember 1986
4. Dezember
Im Berliner Kino International wird der DEFA-Spielfilm DER TRAUM VOM ELCH uraufgeführt. Regisseur Siegfried Kühn inszeniert das Werk nach dem gleichnamigen Roman von Herbert Otto. Der nachdenkliche Gegenwartsfilm, in dem Katrin Sass eine herausragende darstellerische Leistung zeigt, thematisiert Passivität, Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit in den persönlichen Beziehungen junger Menschen. Die Handlung mündet im Suizid einer jungen Frau und markiert für DDR-Verhältnisse ein erstaunlich pessimistisches Werk.
Die Bildgestaltung von Kameramann Peter Brandt unterstützt die Erzählung maßgeblich: Durch den Einsatz von Grautönen und eine bewusste Inszenierung von Enge, die selbst in weiten Landschaften spürbar bleibt, erzeugt er eine depressive Grundstimmung. Kühns Parabel auf die politische Situation in der DDR stößt jedoch beim zeitgenössischen Publikum und der Kritik nicht immer auf Verständnis. Für ihre Arbeit an DER TRAUM VOM ELCH werden Siegfried Kühn und Katrin Sass jedoch im Jahr 1987 mit dem DDR-Kritikerpreis ausgezeichnet.
(Filmbibliografischer Jahresbericht 1986, Staatliches Filmarchiv der DDR, S. 25f; Filmspiegel, 9/1986, S. 4-6; Film und Fernsehen, 3/1987, S. 27-28; Podium und Werkstatt des VFF, 30/31, 1988, S. 82-86; F.-B. Habel: Das große Lexikon der Spielfilme, Neuausgabe in zwei Bänden, Schwarzkopf & Schwarzkopf 2017, S. 937ff)